Ad-Blocks: So hoch ist die Quote nicht erreichter Online-Werbung

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Der Online-Vermarkterkreis (kurz: OVK) hat gemessen. Und die Zahl, die dabei herauskam, ist ernüchternd. Denn auch wenn mit ihr bereits gerechnet wurde, so tut die Wahrheit, die sich hinter dieser Zahl verbirgt, dennoch weh – und dass vor allem den Onlinewerbern.

Der OVK steht unter dem Dach des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft). In diesem Verband haben sich 18 der größten deutschen Online-Vermarkter zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Relevanz von Online Marketing innerhalb der Marketingbranche zur stärken. Dafür wurde jetzt zum ersten Mal eine Dunkelziffer versucht zu erfassen, die bisher gerne verschwiegen wurde. Die zentrale Frage: Wie viel Werbeimpressionen gehen durch Ad-Blocker verloren?

Bei rund zwei Drittel der OVK-Mitglieder wurde mittels des „Ad-Block User Detection Tools“ (und vergleichbaren Tools) gemessen, wie viele Werbeimpressionen durch Ad-Blocker verloren gehen. Das ernüchternde Ergebnis: 21,49 Prozent der geschalteten Werbung verpufft durch Blocker im digitalen Äther. Mit anderen Worten bedeutet das, dass rund jede fünfte Werbung geschaltet, aber nicht gesehen wird.

Oliver von Wersch, stellvertretender Vorsitzender des OVK, sagte dazu: „Mit der gemessenen Zahl bestätigen sich bereits vorliegende Schätzungen. Bisher gingen wir davon aus, dass bei 20-25 Prozent des Traffic-Volumens Werbung geblockt wird. Hier entsteht also ein erheblicher Schaden für die Digitale Wirtschaft, der in letzter Konsequenz das konsensuale Ziel eines freien Internets für alle gefährdet. Offensichtlich fehlt bei weiten Teilen der Nutzerschaft immer noch das Bewusstsein für die Bedeutung von Werbung für die Refinanzierung kostenfreier Angebote im Internet.“

Gerade Nachrichtenportale und Informationsplattformen, die von den Schwesterunternehmen des OVK (AFOF und IVW) erfasst werden, sind in ihrer Eigenfinanzierung von Onlinewerbemittel abhängig. Und auch viele Unternehmen setzen heute ihren Schwerpunkt auf Online Werbung. Die Nutzung von Ad-Blocker ist daher immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wird ein ungestörtes Surfen seitens der Internetnutzer gewährleistet, andererseits fördern diese Blocker auch, dass immer mehr kostenfreie Angebote aus dem Netz mittelfristig verschwinden werden.

 

Quelle: Pressemitteilung OVK/ BVDW

Jörg Gottschling

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Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, Digitale Native, Social-Irgendwas und bloggender Blogger
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