„Bau“ goes online! – Erfolgreiche Online-Konzepte auch für regionale Unternehmen

„Ohne online geht es heute nicht!“ Mit dieser These ernten PR- und Kommunikationsfachleute in der traditionellen Baubranche oft Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Doch das Internet bietet große Möglichkeiten für mehr Aufträge und höhere Umsätze – insbesondere auch für eher regional orientierte Bauunternehmen und Handwerksbetriebe. Allerdings bedarf es dafür guter, sprich erfolgreicher Online-Konzepte…

Eigentlich sind Tageszeitung und lokales Anzeigenblatt die Medien für kleine und mittelgroße Unternehmen, die überwiegend vor Ort agieren. Doch Anzeigen in diesen Blättern kosten viel Geld, und in die redaktionelle Berichterstattung zu kommen ist schwer.

Dazu kommt: Die Informationssuche von potenziellen Kunden beziehungsweise Auftraggebern läuft zunehmend übers Internet! „Wir haben ausgezeichnete Produkte“ oder „wir arbeiten doch immer bestens“ nützt dem Unternehmen nichts, wenn das zu wenige Menschen erfahren. Die Empfehlung zufriedener Kunden ist zwar noch immer die beste Werbung, aber ihr Effekt ist begrenzt.

World Wide Web regional nutzen

Es geht also darum, mehr potenzielle Kunden zu erreichen. Und dabei gilt es, das Internet, das „world wide web“, regional zu nutzen! Am besten mit sinnvoll vernetzter Online-PR und -Werbung!

Ein erfolgreiches Modell sieht so aus: Die Basis bildet die eigene Firmen-Website. Weitere Online-Instrumente/ Online-Kanäle für die Vernetzung sind „Google Adwords“ der Suchmaschine Google und Aktivitäten in Sozialen Netzwerken („Social Media“), plus gezielte Online-PR-Kampagnen. Mit neuen Elementen wie „QR Codes“, die auch schon Aldi oder Edeka verwenden, kann man diese bekannt machen.

Mini-Anzeigen im großen Internet

Google AdWords sind relativ preiswerte Mini-Online-Anzeigen, die sich ganz gezielt regional „schalten“ lassen. Wichtig sind die gebietsmäßige Eingrenzung auf das Marktgebiet des Unternehmens sowie prägnante Schlüssel-Begriffe, sogenannte Keywords; also die Worte, die Interessenten auf der Suche nach bestimmten Leistungen, Produkten oder Firmen in Online-Suchmaschinen hauptsächlich eingeben. Für die Auswahl der besten Keywords gibt es jetzt ganz neu das „AdWords-Keyword-Tool“ von Google.

Empfehlenswert ist, in den AdWords auf Unterseiten (Subdomains) der Firmen-Website zu verlinken, die sich ganz direkt auf die AdWords-Suchbegriffe beziehen. So bekommt der „Besucher“ schnellstmöglich genau die Informationen, die er sucht. Desweiteren können GoogleAdwords auf Firmenpräsenzen in Sozialen Netzwerken (Social Media) verlinken.

Facebook & Co.

Das größte und am meisten genutzte Soziale Netzwerk neben Google+, Xing und anderen ist Facebook. Dabei interessieren uns, wenn es um kleinere mittelständische und Familienbetriebe geht, nicht die Milliarden Facebook-Nutzer weltweit und auch nicht die vielen Millionen in ganz Deutschland. Im Focus stehen die Facebooker, die im Marktgebiet des Unternehmens wohnen und arbeiten.

Bei der Nutzung von Facebook für Firmen sind zwei Dinge von elementarer Wichtigkeit zu beachten.
Erstens: Wer (s)ein sogenanntes Privatprofil gewerblich nutzt, macht sich strafbar! Also muss eine sogenannte Firmen-Fanpage erstellt werden.
Zweitens: Für Facebook-Fanpages gilt die Impressumspflicht mit genauen Vorgaben!

Kontakt- und Kundenpflege online

Der wesentliche Unterschied zwischen Privatprofil und Fanpage liegt darin, dass sich auf ersterem „Freunde“ ( = Privatkontakte) finden, und auf zweiterer „Fans“ des Unternehmens gewonnen werden – und man sich hier mit anderen Firmen und Institutionen verbinden kann.

„Facebook regional nutzen“ bedeutet, sich mit den Fanpages der Stadt oder Gemeinde und des Landkreises zu verbinden, mit Immobilienseiten, der Bank oder Sparkasse, der Tageszeitung(!), mit örtlichen Vereinen, der Feuerwehr, dem Bäcker, dem Metzger… Hier werden neue Fans gewonnen und bestehende Geschäfts- und Kundenkontakte gepflegt.

Geschäftsanbahnung via Fanpage

Eine Fanpage darf keine „zweite Website“ sein, also nicht statisch mit „Eine-Richtung-Kommunikation“. Sondern, sie sollte optimal als das genutzt werden, was es ist: ein modernes, echtes Dialog-Medium.

Es gilt, als Fanpage-Betreiber aktiv zu sein, auf sich aufmerksam zu machen und sein Unternehmen seriös, interessant und lebendig zu präsentieren. Das können Mitarbeiter übernehmen – oder externe PR- und Online-Agenturen. „Wir haben damit beste Erfahrungen gemacht“, berichtet Christian Baumann, Marketing- und Vertriebsleiter der Hausbaufirma Bien-Zenker. In Facebook gebe es hochwertige Kundenanfragen und Geschäftsanbahnungen, teilweise mit verbindlichen Terminvereinbarungen für konkrete Verkaufsgespräche.

Die Themen und Inhalte sind die gleichen wie auf der Firmen-Website und in den GoogleAdWords. Neben betrieblichen Leistungen, Referenzprojekten usw. lebt die Fanpage von Lokalkolorit und virtuell-persönlichen Kontakten. Auf der Firmen-Fanpage lassen sich Stellenanzeigen u.a. umsonst platzieren, es gibt auch die Möglichkeit Facebook-Anzeigen zu schalten; natürlich regional eingrenzbar und exakt zugeschnitten auf ganz bestimmte (Kunden-)Zielgruppen!

Internet-Kampagnen vor der Haustür

Für maximale Reichweite im Netz sorgen als weiterer Baustein eines erfolgreichen Online-Konzeptes sogenannte Online-PR-Kampagnen. Dabei werden suchmaschinenoptimierte Texte, die die gleichen Keywords wie die Firmen-Website und Google AdWords verwenden, benutzt. Es kommt darauf an, nicht zu wenige – aber auch nicht zu viele – Suchbegriffe in die Online-Texte einbauen. Sogenannte Keyword-Density-Tools (Suchbegriff-Dichte) helfen bei der Optimierung. Tipp: Suchbegriffe lassen sich kombinieren, gute Erfolge bringen Suchbegriff und Ort; beispielsweise „Kellerbauer Musterdorf“, „Gebäude-Sanierung Musterdorf“ oder „Haustüren Musterdorf“. Damit sind sie regional in den Internet-Suchmaschinen wirksam. Sprich, es lässt sich Nachfrage vor Ort erzeugen. Die Texte werden dann über hunderte(!) kostenlose Presse- und Informationsportale (z.B. Online-Zeitung, Firmenpresse, Open-PR u.v.a.) verbreitet.

Reichweite oder Regionalität?

Fazit: Ohne Online geht’s nicht. Jedoch ist nicht alles sinnvoll, was machbar ist – und unterschiedliche Unternehmen haben ganz unterschiedliche Ziele und Anforderungen an ein erfolgreiches Online Marketing. Mitunter ist es die schiere Reichweite, die zählt. Oder eben die Regionalität. Es kommt auf die richtige Strategie und das passende Konzept an.

Norbert Weimper

Norbert Weimper

Work-Live-Balance? Bei selbstständig Kreativen bilden Arbeit und Freizeit die zwei Seiten der spannenden Medaille #Leben.
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