Künstliche Intelligenz: Wirables und Chatbots assistieren uns — Wer wünscht sich das nicht? 

Künstliche Intelligenz

Einen persönlichen Assistenten, jemand der rund um die Uhr erreichbar ist und einem viele Wünsche erfüllen kann. Jemanden den man beauftragen kann, Pizza zu bestellen, oder das Geschenk für einen Freund „besorgt“. Das klingt doch nach einer wahren Hilfe im Alltag. All das ist bereits dank künstlicher Intelligenz möglich.

Zu den Assistenzsystemen wie Siri von Apple oder Cortana von Microsoft gesellten sich nun dieses Jahr „Echo“ von Amazon und im Herbst dann auch das Konkurrenzprodukt von Google: „Google Home“. Was können diese Chatbots, welche Herausforderungen bringen sie fürs Marketing mit sich und welche potenzielle Gefahren gehen mit den Systemen einher. Ohne zu viel zu verraten, all diese Innovationen sind faszinierend und irgendwie gruselig zugleich.

Smarte Assistenten unterwegs

Künstliche Intelligenz, das ist das Stichwort, das all diese Systeme auszeichnet. Es handelt sich um Systeme, die selbstständig lernen und autonom agieren. Mit Spracherkennung kann man sich mit „Siri“ und „Cortana“ unterhalten, das ist eine Entwicklung die in den letzten drei Jahren begonnen hat und nun immer mehr Fahrt aufnimmt. Bereits ein Fünftel der mobilen Google-Suchanfragen werden per Spracheingabe gestellt. Jedoch können uns smarte Assistenten nicht nur bei der Informationsbeschaffung im Alltag unterstützen.

Auch beim Sporttreiben, gesunden Essen und regelmäßigen Trinken können sie als Helferlein agieren. Hierbei ist die Rede von sogenannten Wirables, sie zeichnen sich unter anderem durch ihren „Tragekomfort“ aus. Fitnessarmbänder sind neben der Apple Watch die bekanntesten ihrer Art. Sie zählen eure Schritte oder erinnern euch ans Trinken. Viele Menschen haben in unserer schnellen Welt verlernt, auf sich selber und ihren Körper zu hören. Diese Assistenten sollen dabei helfen, den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse wieder bewusster wahrzunehmen. Die neuste Generation der Wireables geht optisch noch einen Schritt weiter. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie ein einfaches Tattoo. Am Handgelenk befestigt können diese Systeme in Tattoooptik jedoch durch Berührung bedient werden.

Smarte Assistenten daheim

Amazons „Echo“ und Googles „Google Home“ heben sich durch ihre intelligenten Lautsprechersysteme und ihre Platzierung in den eigenen vier Wänden von der „Masse“ ab. Als direkte Konkurrenten ziehen sie im Frühjahr 2016 (Amazon) und in diesen Herbst (Google) in die Wohnungen von Endverbrauchern ein. Das besondere an ihren Lautsprechersystemen ist, dass sie immer mithören und dadurch auf die Fragen, die in einem Raum gestellt werden, reagieren können und Antworten liefern. Mikrofon und Lautsprecher sind so ausgeklügelt, dass tatsächlich eine art Gespräch zwischen Mensch und „Computer“ stattfinden kann. Rein optisch sieht Google Home wie ein großer Salzstreuer aus. Daher integriert es sich wie ein modernes Deko-Element in jeden Raum. Wir sehen bei diesen smarten Assistenten vor allem auch großes Potential für das selbstständige Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Bereits installierte Smart Home Geräte können durch „Echo“ oder „Google Home“ sinnvoll ergänzt werden.

Datenschutz

Es stellt sich recht schnell die Frage, welche Auswirkungen dieses ständige Mithören unserer smarten Begleiter auf unsere Datensicherheit hat. Zum Teil ist die Rede von einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung, aber so freizügig Amazon, Google und Co. mit Informationen zum technischen Können der Systeme sind, so zurückhaltend sind sie mit Informationen über den Datenschutz. Die Deutsche Datenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff ist daher eher kritisch. Es sei nicht transparent, welche Informationen das System speichere. Daher rät Voßhoff, „den Komfortgewinn durch die Nutzung des Sprachassistenten gegen eine – jedenfalls theoretische – Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Privatsphäre [stehts] abzuwägen.“

Herausforderungen fürs Online-Marketing

Die große Herausforderung für das Online-Marketing wird sein, herauszufinden wie genau man es ins „Relevant Set“ der Assistenz Systeme schafft. In anderen Worten: schlägt mir Google Home andere Suchergebnisse vor als Google? Und wird es durch diese Sprachfunktion neue Parameter für das SEO seiner Website geben, die berücksichtigt werden müssen. Kreativität und Offenheit zeigen Lösungsansätze auf. Nach Carlo Siebert, einem Adwords-Freelancer, spielt Kreativität auf allen Kanälen eine Rolle. Sven Küster, der Managing Director der Berliner Digitalagentur Hires, rät auf jeden Fall offen zu sein für diese neue Entwicklung. Eine einfache und eindeutige Antwort, wie man es ins Relevant Set der Systeme schafft hat er jedoch auch (noch) nicht parat.

Auch wir „hören weiter mit“, was die smarten Gadgets von heute und morgen mit sich bringen und sind gespannt, wer sich als Marktführer der neuen Generation der intelligenten Assistenten herauskristallisieren wird. Auch interessiert uns, wie sich das Marketing in dieser neuen Dimension des digitalen Businesses behaupten kann. Wir bleiben für euch dran.

 

Quellen:
www.horizont.net/Google-Home-Amazon-Echo-Siri-Wie-Bots-Wearables-und-Smart-Data-unseren-Alltag-veraendern
www.horizont.net/medien/Entwicklerkonferenz
www.wiwo.de/technologie/digitale-welt
www.wiwo.de/chatbots-loesen-apps-ab
www.curved.de/news/tattoos-wearables
www.golem.de/news/google-assistant
www.wiwo.de/unternehmen/it/google-home
www.sebastiangustke.de/kunstliche-intelligenz
www.online-marketing-tag.de/online-marketing-trends-2016

Bildquelle:
www.pixabay.com | geralt

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STAR WARS DAY 2016 in der Baubranche

Velux_Star Wars Day 2016Der STAR WARS DAY verleitet nicht nur Cineasten und Fanboys zu lustigen und skurrilen Beiträgen im Internet, sondern auch die Wohn- und Baubranche spielt mit und lässt es sich nicht nehmen ihren Beitrag zu leisten.

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Neuere Formen der Marketing-Kommunikation lassen klassische Werbung alt aussehen

klassische Werbung

Vorbei sind die Zeiten, in denen Unternehmen nur noch auf eine Art mit ihren Zielgruppen kommunizierten. Neue Disziplinen laufen klassischer Werbung, die Rezipienten mit Produktinformationen einseitig berieselt, zunehmend den Rang ab. Kein Wunder. Inzwischen wird jeder Einzelne von uns heute mit mehreren tausend Werbebotschaften konfrontiert. Genau da steckt nämlich das Problem – die Aufmerksamkeit der Rezipienten ist ein knappes Gut geworden, vor allem in Zeiten des Internets. Dort gibt es unendlich viele Informationen, die – mehr oder weniger relevant – unsere Fähigkeit zur Selektivität der Informationsangebote beanspruchen. „Content“ wurde somit über die letzten Jahre zu einem der Buzzwords überhaupt.

Für Unternehmen ist es nun umso wichtiger, sich bei den Zielgruppen interessant zu machen. Dafür sind individuell auf die Zielgruppe zugeschnittene, relevante Inhalte vonnöten. Zudem wird auch eine dialogische Grundhaltung der Unternehmen hin zu ihren Zielgruppen immer wichtiger. Denken wir nur mal an Social Media – hier kann das Unternehmen auf Augenhöhe mit Konsumenten und Kunden kommunizieren oder durch seinen dort gestreuten Content die Kommunikation innerhalb der Zielgruppe selbst fördern. Wo wir auch schon bei der ersten „modernen“ Disziplin wären:

Word-of-Mouth Marketing

So neu ist diese Disziplin eigentlich gar nicht. Übersetzt heißt Word-of-Mouth Mundpropaganda, und davon gab es früher schon reichlich. WOM, so die Kurzform, bezeichnet heute vor allem den kommunikativen Austausch der Konsumenten über Marken, Produkte, Serviceleistungen oder das Unternehmen selbst. Oft ist auch die Rede von Empfehlungsmarketing, also wenn eine Bewertung von Kunden erfolgt und damit das Unternehmen neue Kunden gewinnen kann. Doch auch Viral-Marketing, welches eher auf eine situative Gelegenheitsempfehlung zwischen den Konsumenten zielt (bspw. zu einem Gerücht, einem besonders witzigen Video etc.) oder das nicht mehr wegzudenkende Social Media-Marketing lassen sich unter WOM-Marketing einordnen. Im Falle der internetbasierten Mundpropaganda wird dann auch von electronic Word-of-Mouth oder einfach eWOM gesprochen.

Guerilla Marketing

Diese Disziplin zielt insbesondere darauf ab, auf möglichst effiziente Weise die Aufmerksamkeit der Zielgruppen aber auch der Medien für die entsprechenden Marketing-Inhalte oder Aktionen zu gewinnen. Mit dem Begriff Guerilla, zu Deutsch „kleiner Krieg“, wird in der Marketing-Disziplin auf die Unkonventionalität des Marketing-Gegenstands und das Überraschungsmoment hingedeutet. Zwei grundlegende Erscheinungsformen von Guerilla Marketing sind zum einen Ambient Media Marketing, welches die nicht-klassischen Marketing-Kommunikationsformen im öffentlichen Bereich (Out-of-Home-Bereich) umfasst (Bsp.: Poster auf Litfaßsäule). Zum anderen lässt sich Ambush Marketing, auch Schmarotzer- oder Parasite-Marketing genannt, unter Guerilla Marketing einordnen. Dabei nutzt der Ambusher ein mediales Ereignis so, dass er dem Veranstalter oder dem eigentlichen Sponsor mitunter die Show stiehlt und einen ökonomischen Nutzen daraus zieht, ohne einen unterstützenden Beitrag dafür geleistet zu haben (Bsp.: Sponsor einer WM ist Automarke A, Automarke B teilt aber Shirts an die Zuschauer aus und zieht Aufmerksamkeit auf sich).

CSR-Kommunikation

Corporate Social Responsibility („CSR“) steht in Unternehmen für deren Bekenntnis zur Verantwortungsübernahme. Zeigt ein Unternehmen freiwillige gesellschaftliche Verantwortungsübernahme und nimmt diese in die eigene unternehmerische Tätigkeit bzw. Leistungserstellung mit auf, kann es dadurch moralisch aufgeladen werden. Hierzu gibt es diverse Erscheinungsformen, wie zum Beispiel die eigene Nachhaltigkeitsberichterstattung, verschiedene CSR-Kampagnen in Form von Corporate Citizenship oder anderen (Bsp.: Produzent setzt sich für die Gesundheit der Bewohner im Umkreis des Standortes ein) sowie Cause-related-Marketing-Kommunikation, bei der ein profitorientiertes Unternehmen mit einer Non-Profit-Organisation partnerschaftlich zusammenarbeiten, um Aufmerksamkeit und Mittel für gesellschaftliche Anliegen zu generieren (Bsp.: „Das große Stricken“, Innocent/DRK).

Utility-Marketing

Diese Disziplin setzt zum einen auf die hybride Verschmelzung von werblichen Botschaften mit medialen Angeboten. Dabei ist unter anderem an Placement in seinen vielen verschiedenen Formen zu denken (Bsp.: Verwendete Automarken in Filmen), das unter die Kategorie „Branded Entertainment“ fällt. Zum anderen setzt Utility Marketing auf die Ausstattung der lebensweltlichen Situation von Zielpersonen mit einem zusätzlichen Nutzen der Marke, der über den grundlegenden Nutzen beim Konsum der Marke hinausgeht (Bsp.: Service-Apps von Marken, Nike Fuel Band). Der Marke wird eine Servicefunktion eingeräumt, womit sie zu einem Teil im Leben der Zielpersonen werden soll. In diesem Fall ist von „Branded Services“ die Rede. Dabei muss es sich jedoch nicht um ein neu entwickeltes Produkt oder einen Service handeln, auch situative Aktionen der Marken gehören dazu (Bsp.: Schlaftablettenhersteller stellt kostenlose Präparate auf Langzeitflug).

Partizipative Marketing-Kommunikation

Hier geht es darum, Zielpersonen in die Markenkommunikation (Bsp.: Coca Cola’s Facebook-Seite wurde von einem Fan gegründet) und -Realisation (Bsp.: Modemarke Ecko unlimited, die Fans in die Markenführung mit einbezieht) zu integrieren. Sei es einerseits über die quantitativ gewonnenen Consumer-Insights oder andererseits über die unmittelbare Interaktion mit den Konsumenten in Form von Consumer Generated Media oder -Advertising, bei der die Konsumenten (aufgefordert bzw. gesponsert oder freiwillig) Kommunikationsinhalte/Medien für die Marke produzieren. Oftmals verfolgt diese Disziplin strategisch die Entstehung von Markengemeinschaften (Bsp.: Harley-Davidson), mit dem Ziel zur Gewinnung weiterer Insights, der Erhöhung des Bekanntheitsgrads und der Mitgliederbindung sowie zuletzt der Steigerung des Markenwerts.

Klassische Werbung stirbt trotzdem nicht aus

Wie unschwer erkennbar wird, gibt es auch heute noch unzählige TV- und Radio-Spots, Anzeigen in Print- oder Offline-Medien. Die klassische Werbung wird wahrscheinlich nie durch die neuen Disziplinen ersetzt werden, sondern vielmehr ergänzt. Zudem wird durch neue Technologien immer mehr die Verzahnung verschiedener Medienkommunikationsangebote möglich, womit das Thema „Crossmedia“ einen aktuell höchst relevanten Stellenwert einnimmt – insbesondere auch in der PR.

Und was meint ihr zu dem Thema? Welche Disziplin findet ihr besonders interessant?
Wir sind gespannt auf euer Feedback! 🙂

 

Quellen:
Buch „Moderne Marketing-Kommunikation“ von Jörg Tropp (2. Auflage, 2014)
www.wiwo.de
www.horizont.net
…und natürlich unser eigenes Knowhow 😉

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Modernes Marketing: Eine Sprache für sich!

Marketingsprache - Marketer unter sich

Norbert Weimper im Meeting mit Bau-Marketing-Team.

USP, Corporate Identity, Packshot und Co. – die Marketingwelt ist voll von solchen Begrifflichkeiten. Einerseits kann dieser Fachjargon ganz schön Eindruck bei den Rezipienten schinden und eine gewisse Kompetenz vermitteln. Andererseits versteht aber nicht jeder etwas mit diesen Worten anzufangen…

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App-Check: Die Hausdatenbank App von Bautipps.de

BMc_App Check_bautippsDie Hausplanung beginnt heute nicht mehr im Kopf, sondern im Internet – und nicht selten auf dem mobilen Smartphone. Eine grobe Vorstellung und der Wunsch nach einem Eigenheim genügt, um sich in den Informationsfluten der digitalen Tiefen zu verlieren.

Doch wer an den richtigen Stellen nach Informationen zum Hausbau sucht, wird auch fündig. Allerdings erschlägt einen auch dort die Vielzahl an Hausherstellern, Bauweisen und Haustypen. Ein gutes, erstes und etabliertes Hilfsmittel sind weiterlesen →

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Sonnige Zeiten für die Fertighausbranche

BDF_19. Forum Intelligentes BauenSonne pur bei stahlblauem Himmel und ein herrlicher Blick über den Warnemünder Yachthafen hinaus
auf die Ostsee: In der Yachthafenresidenz Hohe Düne schaute Johannes Schwörer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) optimistisch in die Zukunft: „Wir erleben eine hohe Nachfrage nach Fertighäusern, was sich in steigenden Stückzahlen und Marktanteilen ausdrückt“.

Es war das 19. „Forum Intelligentes Bauen“, auf dem weiterlesen →

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„YouTube Red“: werbefreies Abo-Modell von Google

YouTube Red_bmcBlogYouTube ohne Werbung? So mancher, gerade junger Nutzer würde alles dafür tun – sogar einen Adblocker aktivieren und sich darüber aufregen, warum der Videostream nicht richtig funktioniert. Nun sollen werbefreie Videos sogar ganz regulär möglich sein: Mit „YouTube Red“ stellt Google ein Abo-Modell vor, dass die großen Streaming-Dienste Netflix und Amazon Prime Konkurrenz macht. weiterlesen →

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Verputzen & posten: Hausverkäufer trifft Facebook auf Vertriebsevent

Living Haus_Vertriebsevent 2015_06

Facbook-Schulung auf dem Living Haus Vertriebsevent 2015

Wenn Hausverkäufer über den digitalen Tellerrand blicken, dann finden sie manchmal nicht nur einen neuen Weg zum Kunden, sondern auch ihren inneren Kunden. Am Montag, den 12. Oktober 2015, lud unser Kunde Living Haus seiner Vertriebsmannschaft zu einer gemeinsamen Tagung ein. Wir waren mit dabei.

Unsere Aufgabe: 

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Ton, Klappe, draufgehalten: Heißer Dreh im Living Haus

Living Haus Making-Of: 02. - 03.09.15

Living Haus Making-Of: 02. – 03.09.15

Regisseur, Kameraleute, Tontechniker, Beleuchter, Fotograf und Trainer der DIY Academy: ein gaaanz starkes Team! Gemeinsam mit der Werbeagentur Oelenheinz & Frey haben wir für unseren Kunden Living Fertighaus den Ausbau eines Living Hauses fotografiert und gefilmt. weiterlesen →

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Ein futuristisches Fertighaus im STAR WARS-Stil

Quelle: Noem

Quelle: Noem

Der Bauherr dieses kleinen, außergewöhnlichen Domizils in der Nähe von Madrid scheint einen ganz besonderen Draht zu seiner Lieblingsfilmreihe zu haben. Denn der STAR WARS-Fan ließ sich ein futuristisches Fertighaus, das nach Passivhaus-Standard gefertigt wurde, bauen. weiterlesen →

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