Let`s talk about… CSR, baby.

CSR im HolzfertigbauSchon Molière wusste: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Das gilt für Menschen ebenso wie für Unternehmen. Viele international agierende Firmen haben sich diese Maxime zu Herzen genommen und versuchen, ihren Betrieb sozial und ökologisch auszurichten. Diese gesellschaftliche Verantwortung wird auch kommunikativ in die Öffentlichkeit getragen. Kleine und mittlere Unternehmen sind in der medialen Verbreitung ihres Engagements wesentlich zurückhaltender.

Getreu dem Motto:

„Wir tun Gutes, aber sprechen nicht darüber.“ Das ist schade. Schade, weil erstens gesellschaftliche Verantwortung in diesen Unternehmen bereits seit Jahrzehnten einen festen Stellenwert einnimmt. Und die oft heimlich getuschelte Vermutung, dass das Thema Unternehmensverantwortung in den PR-Abteilungen der großen Konzerne entstanden sei, somit widerlegt. Zweitens schade, weil der daraus resultierende (man könnte auch sagen der verdiente) Mehrwert in der Unternehmenskommunikation ungenutzt bleibt. Und drittens schade, weil diese Unternehmen als Vorbild und Ideengeber für andere Betriebe unsichtbar bleiben.

CSR – was ist das?

Doch was genau bedeutet eigentlich gesellschaftliche Verantwortung? Um es gleich vorweg zu schicken: Es gibt bisher keine allgemeingültige Definition von gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung oder besser bekannt als CSR (Corporate Social Responsibility). Trotz unterschiedlicher Definitionsvarianten kann man das theoretische Konzept von CSR auf folgenden Kern herunterbrechen: Unternehmen übernehmen in den drei CSR-Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales unternehmensspezifische Verantwortung, die über die gesetzliche Anforderung hinausgeht. Triebfeder für dieses „Mehr“ ist zum einen ökonomisch („Es lohnt sich für uns“). Und zum anderen normativ („Von uns wird erwartet, dass wir mehr tun“) begründet.

CSR im Holzfertigbau

Der Holzfertigbau in Deutschland ist geprägt von kleinen und mittleren Unternehmen, die mit dem wohl nachhaltigsten Rohstoff arbeiten, den die Welt zu bieten hat. Es gibt keine global agierenden Konzerne, die ihre Fertigung nach Asien oder Lateinamerika outgesourced haben oder je nach Angebot Standort-Hopping betreiben können. Die meisten von ihnen sind schon lange in ihrer Region verwurzelt, der Standort ist die Lebensader für ihr Unternehmen. Für sie ist es selbstverständlich, dass Arbeitsbedingungen gut gestaltet, soziale Projekte unterstützt werden und der Umwelt nicht geschadet wird. Denn jede Zuwiderhandlung würde über kurz oder lang sanktioniert werden. So rational betrachtet könnte man meinen, es handele sich dabei oftmals um reinen Zweckrationalismus. Für viele Unternehmer ist eine Mitgestaltung ihrer Umwelt und die Teilhabe an ihrem Erfolg jedoch eine Herzensangelegenheit, verbunden mit dem Ethos der Selbstverständlichkeit. Mit dem Ergebnis, dass viel Gutes einfach unbeachtet bleibt.

Hand in Hand: CSR und PR

Und in Zeiten, in denen Unternehmer mehr denn je von Medien, Nicht-Regierungsorganisationen und kritischen Verbrauchern beobachtet werden, Fachkräfte und Ressourcen knapp werden, die Globalisierung und Internet die Konkurrenz direkt vor die heimische Haustür holt, ist entsprechende Unternehmenskommunikation wichtiger denn je. Dabei spiel PR-Arbeit eine elementare Rolle. Ein Unternehmen sollte sich nicht scheuen, sein Engagement in die Öffentlichkeit zu tragen, es zu Reputationszwecken zu nutzen und seine Stakeholder über diese „Mehrleistung“ zu informieren. Jedoch sollte dabei niemals vergessen werden, dass es sich um Kommunikation auf Augenhöhe handelt. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Transparenz und Dialogorientierung sollten die Maximen jeglicher Kommunikation sein. Mit diesen als Grundlage darf man getrost auch darüber reden, was man Gutes tut.

Luise Dittmer

Luise Dittmer

Hier könnte ein intelligenter Satz stehen, aber den heb ich mir lieber für meine Kunden auf.
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