Viermal Facebook für die Tonne: Diese Fehler solltet Ihr vermeiden

Facebook für die TonneZugegeben: Der Seitenbetreiber von heute hat es nicht leicht. Er rennt seinen Followern hinter her und sucht nach interessanten Themen für seine Fast-Food-Konsumenten, die höchsten mal klicken aber nicht immer auch alles lesen wollen. Doch andersherum macht ein Katzenbild alleine noch lange keinen guten Content für einen Firmenseite auf Facebook – selbst wenn Cat-Content immer ankommen mag.

Deswegen haben wir mal unsere Köpfe qualmen lassen und überlegt, was bei der Administration von Firmenseiten auf Facebook vermieden werden sollte und worauf zu achten ist:

Zu lange Beiträge

Der Klassiker und gleichzeitig ein typischer Anfängerfehler für Seitenbetreiber auf Facebook. Doch die Aufmerksamkeitsspanne eurer Follower ist naturgegeben gering. Viele lesen nur die Headlines der Links und nur die Wenigsten beschäftigen sich ernsthaft mit dem Text im Post – erst recht nicht, wenn man sogar noch auf „weiterlesen“ drücken muss, um alles aufnehmen zu können.

Zudem ist ein Plugin, das Facebook-Post zum Twitter-Kanal weiterleitet, sehr beliebt. Doch hier landen eben nur die ersten 140 Zeichen eures Facebook-Beitrages. Denkt daran und baut die wichtigsten Aussagen am Anfang ein.

Ihr habt aber viel zu erzählen? Dann tut es, aber denkt daran, dass eure Leser und Follower es auch lesen müssen. Anteasern von Content ist hier die elegantere Methode. Sie kann obendrein die Klickrate eurer Backlinks steigern, wenn ihr im Facebook-Post nur auf die Inhalte eurer Website mit einem spannenden „Break“ verweist.

Schlechtes Timing

Fast fataler als Follower, die zu lange Posts ignorieren, sind Follower, die durch schlechtes Timing gar nicht erst erreicht werden. Viele Social Media Manager sitzen von Berufswegen her den ganzen Tag vor ihren Facebook-Profilen und posten wie die Weltmeister. Das Problem ist nur, dass – im Gegensatz zu den onlineaffinen Bürohengsten in der Social Media-Abteilung, häufig die meisten Zielgruppen tagsüber eben nicht vor dem Bildschirm sitzen und durch ihre Timeline scrollen. Hier heißt es „Mut zur Planung“ – auch in die späten Abendstunden hinein.

Sowohl Facebook selbst als auch externe Tools, wie etwa hootsuite.com, helfen bei der Planung. Andere Tools, wie LikeAlyzer.com oder der FanPage-Check, bieten einen guten Überblick über die Nutzung von Facebook durch die eigenen Follower: Wann sind diese am aktivsten? Zu welcher Tageszeit erreichen sie gar keine Leser? Und wie viele Posts pro Tag sind ausreichend, um die gesamte Leserschaft am Tag abzuholen?

Mieser Content

Natürlich ist das Ziel, mit Facebook, Twitter und Co. einen anderen Weg des Werbens einzuschlagen und seine Produkte zu präsentieren. Wer sich aber darauf beschränkt, der darf auch keine große Interaktion mit seiner Community erwarten. Die Social Media Nutzer verlangen nicht nur Informationen, sondern vor allem Unterhaltung und Mehrwert.

Obendrein sorgt Facebook dafür, dass seine Nutzer nicht durch zu viel Werbung genervt werden und filtern solche Posts (insofern sie nicht durch Facebook Ads bezahlt wurden) gezielt heraus. Eine Facebook-Seite wird dadurch auch schlechter von den eigenen Fans wahrgenommen.

Ergo: Am besten auf plumpe Werbung verzichten und den Mut haben, anderen Content zu verlinken, der vielleicht einen Mehrwert zu den eigenen Leistungen bieten kann. Doch auch hierbei gilt: anpassen an die Follower. Mit lustigen Katzenbildern sorgt man zwar für Likes, man erreicht damit jedoch selten seine angepeilte Zielgruppe.

Und wer trotzdem lieber auf Backlinks zur eigenen Webseite setzen möchte, der sollte über einen Firmenblog nachdenken. Hier lassen sich redaktionelle Texte unterbringen, die einen Mehrwert bieten und somit über das Werben hinausgehen.

Digitale Bettelei

„Bitte, bitte teilt diesen Post!“, „Kommt schon. Wir brauchen nur noch 5 Likes und dann haben wir die Tausend voll!“ – Kein Facebook-Nutzer mag so eine Bettelei. Und wenn man ehrlich ist, keine Facebook-Seite braucht auf diese Arte generierte Likes. Immerhin soll jedes Like doch aus freien Stücken kommen und nicht aus Mitleid getätigt werden.

Wenn Kommentare ausbleiben oder die Likes seit Wochen nicht mehr werden, dann liegt dies vermutlich auch daran, das der Content nicht stimmt oder das Timing verfehlt wurde. Bündelt hierin eure Energie, statt auf eine digitale Betteltour zu gehen.

Haben wir einen wichtigen Fehler vergessen? Habt ihr vielleicht noch den ein oder anderen Tipps? Oder braucht ihr bei der Betreuung eurer Firmenseite auf Facebook sogar dringend Hilfe? Dann schreibt doch eurer Anliegen in den Kommentar-Bereich oder schickt uns eine E-Mail an info@bau-marketing.eu.

Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, Digitale Native, Social-Irgendwas und bloggender Blogger
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