Modernes Marketing: Eine Sprache für sich!

Marketingsprache - Marketer unter sich

Norbert Weimper im Meeting mit Bau-Marketing-Team.

USP, Corporate Identity, Packshot und Co. – die Marketingwelt ist voll von solchen Begrifflichkeiten. Einerseits kann dieser Fachjargon ganz schön Eindruck bei den Rezipienten schinden und eine gewisse Kompetenz vermitteln. Andererseits versteht aber nicht jeder etwas mit diesen Worten anzufangen…

Ein Problem dabei ist, dass die (vermeintlichen) Fachbegriffe nicht immer auf einer „gültigen“ Definition fußen, was die Auslegung subjektiviert und offenlegt. Auch die Neuschöpfung von Begriffen ist keine Seltenheit. Marketer versuchen nämlich so einiges, um sich und entsprechende Leistungen von der Masse abzuheben und mit dieser Prägnanz mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Zudem entstand über die Jahre hinweg eine Fülle an Fachausdrücken, die einen Überblick nur noch schwer zulassen und den Anschein erwecken, Marketing als eigene Sprache zu verstehen.

Marketer unter sich: Vor lauter Fachbegriffen die Sprache nicht mehr erkennen!?

Wer als mehr oder wenig Außenstehender mal mit einer Werbeagentur oder Marketing-Abteilung zu tun hat, der kommt sich schnell wie auf einem anderen Planeten vor – dazu noch diese ganzen Anglizismen! Der Einfluss der englischen Sprache ist im Marketingbereich besonders hoch, was nicht zuletzt bei den oben gewählten Beispielen zur Geltung kommt. Und so schnell ist das Ratespiel vollkommen, insbesondere für die Generation, die mit Englisch nicht so früh vertraut gemacht wurde.
Damit es zukünftig doch mit dem Verständnis klappt, haben wir euch hier ein paar Listen herausgesucht, die einem durch das „denglische“ Wort-Wirrwarr helfen sollen:

Die Sprache der Kunden sprechen

Doch Marketer müssen und können ebenso den Spagat zwischen „interner“ und „externer“ Sprache schaffen. Während mit den eigenen Leuten in der Marketingsprache gefachsimpelt wird, werden Leistungen und sonstige Angelegenheiten an den Endkunden bestenfalls mit entsprechender Feinfühligkeit auf Augenhöhe kommuniziert. Die Sprache hat sich in diesem Fall nach der Zielgruppe zu richten, denn genau diese soll den Inhalt (auf marketing-isch auch „Content“ genannt ;-)) auch verstehen. Und wie schon mit dem Schwenk zu Anglizismen angedeutet wurde, kann hier noch einmal deutlich betont werden: Nicht jeder ist der englischen Sprache Herr! So schlicht und einfach manche Werbesprüche („Claims“, „Slogans“) scheinen, laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov in Kooperation mit der Agentur Endmark, wird erneut klar, dass die Mehrheit eher Bahnhof versteht und sich entsprechende Übersetzungen zusammenreimt. Nicht immer mit Erfolg. Youtube`s Slogan „Broadcast Yourself“ wurde, wie Jahre zuvor schon festgestellt, sogar mit einem Brotkasten in Verbindung gebracht.

Die Sprache als Baustein eines positiven Markenimages

Trotz mancher Un- oder Missverständnisse mögen die Deutschen englische Claims und deuten in ihnen meist eine positive Botschaft. Wie aus der Studie hervorgeht, scheinen englische Claims doch ihren Reiz zu haben und wirken vergleichsweise interessanter.

Ob ihr nun Deutsch oder Englisch wählt, das hängt von eurer Marke und den Zielgruppen ab. An dieser Stelle gibt es kein konkretes Erfolgsrezept – nur, dass eine gewisse Portion Empathie und Kreativität dazugehören! Was zudem gesagt werden kann, ist, dass die allgemeine Sprachwelt („Wording“) der Marke eine bedeutende Funktion innehat. Diese setzt den Rahmen für weitere Überlegungen wie den Slogan und wirkt unterstützend. Letztlich kann sich dieses Zusammenspiel positiv auf das Markenimage auswirken.

Spätestens jetzt wird klar: Die Kommunikation und Sprachweise ist – intern sowie extern – ein fundamentaler Bestandteil des Ganzen. Und genau das ist unser Credo, um euch die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern! 🙂

Neugierig geworden oder noch offene Fragen vorhanden? Dann kommentiert diesen Beitrag und startet einen Dialog – Wir freuen uns!

Quellen:
www.business-on.de
www.spiegel.de
Claimstudie 2016, YouGov und Endmark (Download)

Sofia Maiß

Sofia Maiß

Ich liebe es, meiner Arbeit mithilfe von freien Gedanken, Fachwissen und einer persönlichen Struktur die nötige Würze zu verleihen.
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One thought on “Modernes Marketing: Eine Sprache für sich!

  1. Alexander

    Jede Branche hat ihre eigene Fachsprache. Ob Ärzte, Ingenieure oder Informatiker – jeder hat bestimmte Fachbegriffe, die es im Deutschen manchmal gar nicht gibt. Ich finde es legitim diese Worte zu gebrauchen. Wichtig ist doch, ein gesundes Maß zu finden. Also je nachdem, welchen Gesprächspartner man gegenüber tritt, ist es wichtig sich dementsprechend auszudrücken.

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