Modulares Bauen: Die schnelle Wohnraumlösung in Ballungsgebieten

Binovabau2Ob in Artikeln der Tageszeitung, in Fachzeitschriften oder Online-Portalen: Am Begriff des modularen Holzbaus kommt man in der Baubranche nicht mehr vorbei. Der eigentlich richtige Fachterminus für´s modulare bauen, ist „(Holz)-Tafelbau“.

Was ist Holz-Tafelbau

Holz-Tafelbau ist eine Bauweise bei der die Bauelemente in der Werkstatt bereits stark Vorgefertigt werden. Ist von komplett fertigen Baumodulen die Rede, die nur noch an Ort und Stelle geliefert und angeschlossen werden müssen, dann spricht man vom „Raumzellenbau“ in Holz-Tafelbauweise. Wenn es auf der Baustelle noch etwas mehr Arbeit gibt, handelt es sich um den Holz-Tafelbau in „Kleintafelbauweise“ oder „Großtafelbauweise“. Um dem Begriffs-Wirrwarr noch einen drauf zu setzen, wird als Synonym für den Raumzellenbau oft der Begriff „Modulbauweise“ verwendet. Lange Rede kurzer Sinn: Der große Vorteil am Holz-Tafelbau ist, dass diese Art des Bauens solide und durch die große Vorfertigung in der Werkstadt sehr schnell ist.

Wir brauchen jetzt mehr Wohnraum für Flüchtlinge

Um dem großen Defizit an geeignetem Wohnraum für Flüchtlinge entgegenzuwirken, entstehen momentan überall in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte in Holz-Tafelbauweise. So baut auch unser Kunde, die Binovabau GmbH momentan in Maintal (Hessen) eine neue Unterkunft. Dort werden, verteilt auf 8 Wohneinheiten, 64 Flüchtlinge wohnen. Das dreigeschossige Bauprojekt mit seinen 700 m2 wird langfristig bestehen bleiben. Auch die Fertighaus Firma Schwörer Haus, hat in Metzingen in nur kurzer Zeit ihre fertigen Hausmodule zu einer Flüchtlingsunterkunft „zusammengesetzt“. Die Hausmodule werden recht passend als „Flying Spaces“ bezeichnet. Denn wie im Flug – in nur wenigen Stunden – sind diese am Bauplatz montiert und bezugsfertig: Ideal also für Flüchtlingswohnungen. Jedoch nicht nur für diese…

Wir brauchen jetzt mehr Wohnraum für Studenten

Jedes Jahr, wenn Studienanfänger in die Städte strömen wird wieder die Klage nach mehr bezahlbarem Wohnraum laut. Mittlerweile sind es jedoch nicht nur die Studenten, für die der Wohnraum mehr als knapp wird. Auch Normalverdiener geraten bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung immer mehr in die Bredouille. Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten ist schlicht und einfach zu klein. Also stellt sich die Frage, wie man schnell, nachhaltig und dabei gleichzeitig architektonisch innovativ neuen Wohnraum in die Städte bekommt. Die Antwort ist dieselbe wie bei den Flüchtlingswohnungen: Durch modulares Bauen.

Wir brauchen jetzt mehr Wohnraum für ALLE

Das Tolle bei modularen Bauten ist nicht nur, dass sie schnell errichtet sind. Anders als bei behelfsmäßig errichteten Containerwohnlagern für Flüchtlinge, integrieren sich Holz-Tafelbauten durch ihren individuellen Stiel in jedes Stadtbild. Bei dem Baustoff Holz handelt es sich darüber hinaus auch um ein sehr leichtes Material, was ideal für Dachaufstockungen geeignet ist. Und wer denkt, dass diese Module einmal errichtet unveränderbar bleiben, der irrt gewaltig. Ein heute errichtetes Flüchtlingsheim kann durch ein paar bauliche Kniffe da und dort sehr einfach zu einem Studentenwohnheim umgewandelt werden. Der Umnutzung von Flüchtlingsunterkünften ist keine Grenze gesetzt: Neben Studentenwohnheimen und Sozialwohnungen kann auch Wohnraum für junge Familien, oder City Apartments entstehen. So können wir nur schlussfolgern: Weiter so, Binovabau, Schwörer und Co. für Flüchtlinge und für uns alle. 🙂

Quellen:
www.fnp.de/lokales/frankfurt/Neue-Fluechtlingsheime-aus-Holz
www.osthessen-news.de/
Kupal, Guido/Meyer, Walter. „Moderner Holzhausbau in Fertigbauweise.“ (Hg.) Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. WEKA MEDIA. 2001., 62-63.

Ann-Catrin Eckstein

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Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein...
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