Bloggen for Runaways: Was viele Corporate Blogs falsch machen

Bloggen for Runaways - Was viele Corporate Blogs falsch machenEin Corporate Blog, ein Unternehmensblog, gehört heute in vielen Branchen zum guten Ton, wenn nicht gar zum Must Have des eigenen Auftritts. Dank Jimdo, WordPress & Co. ist er schnell eingerichtet. Themen rund um die eigene Branche gibt es ja immer und neue Produkte, Events und tolle Aktionen zum runden 174-Jährigen Geburtstag kommen sicher. Also wird eifrig losgetippelt.

Doch halt! So einfach ist es nicht, denn auch ein Unternehmensblog ist Teil von etwas Größerem. Gemeint ist nicht dieses „Internet der Dinge“, von der gerade alle reden. Nein, ich meine die Blogosphäre. Ein eigener Raum, für manche gar eine Zuflucht, innerhalb der digital-vernetzten Weiten. Will man hier bestehen, gibt es Regeln, die befolgt werden sollen. Welche das sind, habe ich hier mal zusammengetragen.

Ein Corporate Blog ist…

Na logo dürft ihr auf eurem Blog über eure Produkte, Leistungen und tolle Aktionen oder Events berichten. Immerhin ist ein Corporate Blog auch eine Werbefläche im alternativen Gewand. Wer sich und seine Arbeit aber zu sehr rühmt, der darf nicht erwarten, dass er Leser bindet.

kein Tagebuch

Geeigneter sind da schon Firmeninterna, wie neue Auszubildende oder Verabschiedungen ausscheidender, langjähriger Mitarbeiter. Diese können durchaus als bunter Beitrag in einem Firmenblog Erwähnung finden. Wer jedoch anfängt, die Ereignisse einer Woche oder gar jeden Tages in Wort und Schrift zu verpacken, der verfehlt das Ziel eines erfolgreichen Corporate Blogs.

kein Shoppingkanal

Ein Corporate Blog ist unweigerlich ein neuer Kanal für die Bewerbung der eigenen Leistungen und Produkte. Diese sollten jedoch dosiert eingesetzt werden und immer in einem gewissen Kontext eingebettet sein. Wer hingegen in jedem Blogtext sein eigenes Produkt oder seine Leistung als Allheilmittel für jedes besprochene Problem anpreist, der ist seine Leser schneller wieder los, als er sie gefunden hat.

Wo soll die Reise hingehen?

Zwischen Projekt-Blog, Themen-Blog und Kampagnen-Blog klafft ein tiefer Graben der Unstimmigkeit. Ein Corporate Blog kann eben viele Gesichter haben. Während der eine Blog nur auf ein paar Monate angelegt ist, soll der andere eine langjährige Präsenz werden. In beiden Fällen ist eine gute Vorplanung entscheidend, um die richtige Zielgruppe zu erreichen oder umgekehrt von dieser erstmal gefunden zu werden, bevor nicht schon wieder alles vorbei ist.

Merke: Ein Blog einer PR-Agentur funktioniert anders, als der Blog eines Fensterherstellers oder der einer Supermarktkette. Es bedarf einer eigenen Strategie mit individuellen Themen, Zielen, Zielgruppen und Herangehensweisen, um den Blog optimal mit Inhalt zu befüllen.

Fehlende Regelmäßigkeit

Der Anfang ist gemacht, ein erster Text hochgeladen – und der hat es in sich: Clever und würzig geschrieben, bringt er auf den Punkt, was ausgesagt werden möchte. Obendrein freut sich dank optimaler SEO auch die Suchmaschine auf seine Indexierung. Lange hat es gedauert. Nun erstmal Luft holen? Auf keinen Fall. Bloß nicht schlappmachen. Denn die eigentliche Arbeit beginnt erst. Seit euch bewusst: Ein Blog – auch ein Corporate Blog – muss regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden.

Ein „heute zwei, dafür nächsten Monat keinen“ darf es nicht geben. Nun müssen Freiräume geschaffen oder der Corporate Blog zur Not an auswärtige PR-Agenturen abgeben werden. Es empfiehlt sich zudem, einen mehrmonatigen Redaktionsplan mit Deadlines zu erstellen, damit die Regelmäßigkeit und Aktualität der Themen gewahrt bleibt.

Die Scheu vor den Backlinks

„Bloß nicht den Blog verlassen!“ – Es wird alles getan, damit der Besucher auf dem Blog bleibt oder höchstens zur offiziellen Website weitergelost wird. Eine Weisheit, die man aus der guten alten SEO-Schule gelernt hat: „Interne Backlinks gut, externe Backlinks schlecht“. Doch ein Blog bedeutet Mehrwert, der über die eigenen Produkte und Leistungen hinausgeht. Hier sollen Referenzen geschaffen und es soll Kompetenz ausgestrahlt werden. Wir haben aber alle die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen und dürfen ruhig unsere Quellen für den Text angeben.

Obendrein ist es als Blog ungleich schwerer, selbst an Backlinks zum eigenen Blog zu kommen. Wir sind auf die anderen Blogger angewiesen. Die Blogosphäre lebt von Empfehlungen und einer eigenen Kommunikation. Denn Blogbeiträge müssen nicht für sich stehen, sondern sind nicht selten Antworten auf andere Blogbeiträge. Ein beliebtes Mittel: Blogparaden. Mehrere Blogger schreiben über dasselbe Thema und verlinken in ihrem Beitrag die Veröffentlichungen der anderen.  Auch Corporate Blogs habe solche Möglichkeiten der Vernetzung.

Kein Bock auf Blogosphäre

Wer nicht mitspielt, bleibt außen vor. Ein Corporate Blog darf jedoch nicht alleine stehen, sondern muss in der Blogosphäre aktiv werden. Bevor man einen Blog startet, sollte man sich umschauen, über den vielzitierten Tellerrand blicken. Was machen die anderen? Gibt es die anderen überhaupt? Welche Themen behandeln Sie? Was kommt beim Leser an? Und was sollte man besser vermeiden? Gerade die letzte Frage ist für das Unternehmensimage im Internet von zentraler Bedeutung. Schließlich will man nicht gleich mit dem ersten Blogbeitrag in einen Shitstorm hineingeraten.

Neben dem Bewusstsein für die anderen, sollte auch die Bereitschaft für die Interaktion mit diesen stehen. So muss ein Haushersteller zwar nicht gleich mit einem anderen Haushersteller anbandeln, aber es gibt ja auch andere Blogosphären, die dafür besser geeignet sind und trotzdem thematisch passen: Deko-Blogs oder DIY-Blogs zum Beispiel. Diese könnten die Reichweite und Präsenz des Unternehmens im Internet weiter erhöhen und gleichzeitig das eigene Image und die Authentizität durch glaubwürdige externe Texte um ein Vielfaches steigern. Arbeitsaufwändige Foren, in denen früher „Erfahrungen“ über das Unternehmen ausgetauscht wurden, die aber nur schwer für den Kunden zu finden waren, fallen zugunsten wertvoller Blogtexte weg.

Daher: Auch als Unternehmen kommentieren, liken, empfehlen und ein Teil der Blogosphäre werden – und zwar auf Augenhöhe mit den Bloggern als Blogger und nur an zweiter Stelle als Unternehmen.

Weiterführende Quelle:
blog.smart-pr.de
wikipedia.de
t3n.de

Bildquelle: pixbay.com | unsplash

Wir bloggen für euch

Die Prometheus Bau-Marketing hat für jedes Unternehmen die ideale Strategie parat, weiß, welche Texte und Textsprache nötig ist, um Leser zu gewinnen. Und wir kennen uns bestens in den unterschiedlichen Blogosphären aus.

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Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, Digitale Native, Social-Irgendwas und bloggender Blogger
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